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Schlossanlage und Außengelände

Außerhalb der Klausur lag der Wirtschaftshof des Klosters. An seiner Westseite entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts ein herrschaftlicher Wohnsitz der Stolberger Grafen. 1861 ließ Graf Botho zu Stolberg-Wernigerode diesen Schlossflügel umbauen. Dabei wurden die romanischen Elemente der alten Klausur wieder aufgenommen. Im Eingangsbereich und im ersten Obergeschoss dominieren noch heute Rundbögen und palmettengeschmückte Säulen im Stil der Neoromanik. Zeitgleich erfolgte der Umbau der Gebäude an der Nordseite des Hofes vom Torhaus bis zum Marstall.

Eine lange Tradition hat auch der außerhalb des Klosterareals liegende Park. Schon 1577 findet sich die erste Nachricht über einen vor dem Ostflügel der Klausur gelegenen Biengarten. Mit der Nutzung der Anlage als Residenz sind ein Tiergarten und ein vor dem Schloss gelegenes Lusthaus erwähnt. Die heutige Gestaltung des Schlossparks nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten geht ebenfalls in die Zeit des Schlossumbaus Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.

Die Stadt Ilsenburg als Eigentümerin des Parkes veranlasste in den vergangenen Jahre umfangreiche Restaurierungsarbeiten. Die Freilegung des historischen Wegenetzes und die Nachpflanzungen von Gehölzen und Bäumen sind erste Maßnahmen zur Wiederherstellung dieser historisch bemerkenswerten Gartenanlage, die schon jetzt mit ihren offenen Wiesen, dem großen Teich und einem wunderschönen alten Buchenbestand zum Verweilen einlädt.

Das Ziel der Restaurierung der gesamten ehemaligen Klosteranlage ist es, die Einheit von Gebäuden, Höfen und  Landschaftspark erlebbar zu machen.