1525
Aufständische Bauern plündern und zerstören zahlreiches Inventar, darunter Kleinodien, Bücher und Archivalien. Nach der im Harzbereich sich durchsetzenden Reformation verliert das Kloster allmählich seine eigentliche Funktion.
1547
Graf Wolfgang zu Stolberg richtet in den Klausurgebäuden eine evangelische Klosterschule ein, die bis 1626 besteht.
1572
Graf Christoph zu Stolberg wird Administrator des Klosters.
1573
Wegen Baufälligkeit veranlasst Christoph zu Stolberg den Rückbau der Klosterkirche.
1609
Graf Heinrich zu Stolberg beginnt mit dem Ausbau der an der Westseite des Klostergeländes gelegenen Gebäude zu einem herrschaftlichen Wohnsitz, den von 1615 bis 1625 seine Witwe Adriane, geb. von Mansfeld, bewohnt.
1648
Heinrich Ernst, Begründer der alten wernigerödischen Linie des Hauses Stolberg, wählt Ilsenburg zu seinem Hauptwohnsitz. Im Zusammenhang mit der gräflichen Hofhaltung entsteht die barocke Innenausstattung der einstigen Klosterkirche.
1687
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg erkennt Kloster Ilsenburg als Eigentum der Stolberger Grafen an.
1716
Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode verlegt den Regierungssitz seiner Grafschaft nach Wernigerode. Die Klausurgebäude werden in den Folgejahren wirtschaftlich genutzt. In den Schlossflügel ziehen gräfliche Beamte ein.
1861-1863
Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode lässt den Barockbau oberhalb der Ilse nach Plänen des Herzoglichen Braunschweigischen Eisenbahnmeisters Carl Ebeling im Stil der Neoromanik umbauen. Leitender Architekt ist Carl Frühling aus Blankenburg. Bis 1929 bewohnen Mitglieder der fürstlichen Familie Schloss Ilsenburg.
1929
Verpachtung von Schloss, ehemaligen Klausurgebäuden und Schlosspark an die Altpreußische Union der Evangelischen Kirchen Berlin. In den nächsten 30 Jahre werden hier verschiedenen Fortbildungseinrichtungen etabliert.
