Nutzungskonzept
Das Ensemble aus ehemaliger Benediktinerabtei und Schlossanlage des 19. Jahrhunderts mit seinen unterschiedlichen Gebäuden, dem Hof der Klausur, einem großzügig angelegten Innenhof und englischem Landschaftpark macht das einstige Kloster nicht nur zu einem attraktiven Reiseziel, sondern bietet gleichzeitig vielfältige Möglichkeiten, Kunst und Kultur für Einheimische und Gäste erlebbar zu machen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Ilsenburg, der Tourismus GmbH Ilsenburg und der Stiftung wird die nachfolgend aufgeführte Nutzung dieses wertvollen Kulturdenkmals angestrebt:
Im Refektorium und im Kapitelsaal werden künftig gemeinsam mit dem Wernigeröder Kunst- und Kulturverein Kammerkonzerte stattfinden. Geplant sind ebenfalls Jazzabende und Kabarett.
Beide Säle werden außerdem für Ausstellungen genutzt.
Es besteht die Möglichkeit, die verschiedenen mittelalterlichen Räume im Klausurbereich für Versammlungen, Tagungen, Vortragsabende, Lesungen zu nutzen. Hier ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Harzverein für Geschichte und Altertumskunde angedacht.
Schon jetzt stehen für private Feierlichkeiten der Kapitelsaal, das Refektorium und das Winterrefektorium zur Verfügung.
Trauungen können in der Kirche, im Refektorium und im Kapitelsaal durchgeführt werden.
Alle Freiflächen zwischen Schloss, Klosterkirche und Wirtschaftsgebäuden werden als öffentlich zugänglicher Bereich gestaltet. Auf dem Schlosshof sind Klosterfeste, Weihnachtsmarkt, Jazz-Open-Air-Veranstaltungen und weitere Höhepunkte vorgesehen.
In Abstimmung mit der Stadt Ilsenburg wird der als englischer Landschaftspark gestaltete Schloßpark in die Nutzung des Klostergeländes einbezogen.
Im ehemaligen Kalefaktorium können sich demnächst die Besucher über die Geschichte der ehemaligen Klosteranlage informieren.
In Zusammenarbeit mit der Crola-Stiftung Ilsenburg wird im Dormitorium des Ostflügels der Klausur eine Ausstellung zu Leben und Werk des Künstlerehepaares Elise und Georg Heinrich Crola entstehen.
Als Ergänzung zum Hüttenmuseum ist für die Remise eine Ausstellung zur Eisenindustrie Ilsenburgs und zum Wirken des Hütteninspektors Eduard Schott in Planung.
Eine museale Nutzung ist ebenfalls für den Schlossflügel an der Westseite des Klostergeländes geplant. Nach seiner Restaurierung wird in den oberen Etagen Kunstgut der Provenienz Stolberg-Wernigerode präsentiert. In thematischen Ausstellungsräumen soll die Geschichte der Wernigeröder Linie des Hauses Stolberg dargestellt werden.
In der unteren Etage des Schlosses wird zukünftig ein Café die Versorgung der Besucher übernehmen.
Der nördlich gelegene Schlossflügel mit dem Torhaus soll zu einer Pension für Behinderte ausgebaut werden und wird den Klosterladen beherbergen.
Nach dem Abriss des alten Heizhauses wird der nordöstlich hinter dem Marstall liegende Bereich künftig als Busparkplatz ausgeführt. Zahlreiche Autoparkplätze für die Besucher befinden sich bereits am Eingangsbereich im nördlichen Flügel des Gebäudeensembles.
